Einsamkeit als Führungskraft: Die Männerrunde München

Sie führen ein Unternehmen mit über tausend Mitarbeitern. Ihr Kalender ist voll, Ihre Entscheidungen haben Gewicht. Trotzdem gibt es Abende, an denen eine Frage hochkommt, die Sie nie aussprechen: War das alles? Zuhörer haben Sie genug. Mitarbeiter hören sehr genau zu, wägen aber ab, was sie zurückgeben. Der Beirat bleibt sachlich. Wer Ihnen nahesteht, hat es vielleicht zweimal versucht und dann gelassen. Was in dieser Position fehlt, ist jemand, der Ihnen zeigt, was Sie selbst nicht sehen, und der sich das leisten kann, weil er nichts von Ihnen will. Heiko van Eckert arbeitet seit über 25 Jahren mit Männern in Führungsverantwortung, die genau an diesem Punkt stehen: Der Erfolg stimmt, und trotzdem steht etwas aus. Seine Antwort dafür ist eine feste Führungskräfte-Peergroup im Raum München, im Alltag einfach Männerrunde genannt. Was an einem solchen Abend passiert, und warum der wichtigste Satz fast nie von ihm selbst kommt, zeigt eine Szene aus der letzten Runde.

Mitarbeiter, Beirat und Freunde lösen die Einsamkeit an der Spitze nicht auf

Mitarbeiter hören einem Geschäftsführer zu, aber sie wählen ihre Worte danach, was sie sich in ihrer Position leisten können zu sagen. Das macht ihr Feedback für die Sache oft nützlich und für den blinden Fleck nutzlos. Der Beirat bewegt sich in einer anderen Rolle: Er prüft Zahlen, Strategie und Governance, keine persönliche Verfassung. Und wer Ihnen privat nahesteht, hat eine ehrliche Ansage womöglich schon einmal riskiert und dabei erlebt, dass sie nicht ankam. Danach lässt man es. Ein Mann in dieser Position ist meist von Menschen umgeben, die etwas von ihm wollen oder ihm etwas schulden. Genau daraus entsteht die Einsamkeit, die viele Führungskräfte nie beim Namen nennen: Ehrlichkeit ohne Eigeninteresse wird selten.

Der ehrlichste Satz kommt von einem Gleichrangigen

Ein Teilnehmer sagte Heiko van Eckert nach einem Abend, das Beste sei nicht gewesen, dass alle zugehört hätten. Das Beste sei der Satz eines anderen Teilnehmers gewesen, den er nicht hören wollte: „Du redest seit zwanzig Minuten über deine Geschäftsführerkollegen. Über dich hast du noch nichts gesagt.“ Keine Belehrung, keine Attacke. Nur eine Beobachtung von jemandem, der dieselbe Position kennt und keinen Grund hat, höflich zu bleiben. Genau das kann ein Coach allein nicht liefern: Ein Außenstehender darf konfrontieren, ein Peer darf sich mit Ihnen identifizieren und trotzdem widersprechen.

„Ich erkenne die Muster meistens schnell, oft bevor der Mann selbst sie erkennt. Aber der Satz, der wirklich sitzt, kommt fast nie von mir. Er kommt von dem Mann gegenüber, der dieselbe Woche hinter sich hat, dieselben Entscheidungen trifft und trotzdem anders damit umgeht.“
— Heiko van Eckert

Acht Teilnehmer sind die Grenze der Peergroup

Acht Teilnehmer sind die Grenze, die Heiko van Eckert bewusst setzt: Bei mehr Männern wird der Abend zum Vortrag mit Publikum, bei weniger fehlt die Reibung, die die ehrlichen Sätze erst möglich macht. Diese Reibung ist der Hebel: Sie entsteht, wenn genügend unterschiedliche Perspektiven im Raum sind, um Widerspruch zu erzeugen, aber jeder Teilnehmer noch genug Redezeit bekommt, um gehört zu werden. Deshalb führt Heiko van Eckert die Runde als festes Gruppenformat und nicht als Einzelcoaching.

Was an einem solchen Abend passiert

An diesem Abend gilt eine Regel ohne Ausnahme: Was besprochen wird, bleibt im Raum. Diese Vertraulichkeit ist die Voraussetzung dafür, dass Männer in Führungsposition überhaupt offen sprechen. Trotzdem muss niemand an diesem Abend etwas auspacken. Jeder bestimmt selbst, wie viel er einbringt: Manche sprechen viel, andere hören beim ersten Mal überwiegend zu. Beides hat seinen Platz. Was den Abend trägt, sind acht Männer, die dieselbe Woche hinter sich haben und trotzdem unterschiedlich damit umgehen, ohne Coaching-Vokabular und ohne vorgegebene Übung.

Für wen die Männerrunde gedacht ist

Die Männerrunde ist für Geschäftsführer und Führungskräfte, die wirtschaftlich erfolgreich sind und trotzdem merken, dass etwas aussteht: zu Hause ist Distanz entstanden, echte Freunde zum Reden sind selten geworden, oder eine beiläufige Bemerkung des eigenen Sohnes hat gesessen. Heiko van Eckert trifft sich mit genau diesen Männern monatlich donnerstags im Raum München, in einer festen Gruppe von acht.

Die Entscheidung liegt bei Ihnen

Ob das etwas für Sie ist, entscheidet sich an einem Donnerstagabend mit sieben anderen, nicht in diesem Text. Der Satz, der bei jenem Teilnehmer sitzen blieb, kam nicht von Heiko van Eckert. Er kam von einem Mann, der dieselbe Woche hinter sich hatte und trotzdem hinsah. Das kann ein Abend mit acht Gleichrangigen leisten und ein Einzelgespräch nicht: eine Wahrheit, die man sich selbst nicht sagen kann, weil man sie nicht sehen kann. Sie müssen an diesem Abend nichts auspacken und nichts beweisen, nur zuhören, wenn einer der anderen sieben etwas sagt, das Sie lieber nicht hören wollen.

Der Donnerstagabend dafür ist kein Zufall: Die Arbeitswoche ist zu diesem Zeitpunkt weitgehend gelaufen, der Kopf wird freier für das, was sonst im Kalender keinen Platz hat. Heiko van Eckert trifft sich mit der Gruppe von 18:30 bis 21:30 Uhr bei sich in Pöcking am Starnberger See, die nächsten Termine sind der 1. Oktober, der 5. November und der 17. Dezember 2026. Die erste Teilnahme kostet 180 Euro, jede weitere 120 Euro. Anmeldung: https://heikovaneckert.com/maenner-runde-deine-fuehrungskraefte-peergroup/

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