Männer Podcast #23: Ich habe gegen den Willen meiner Mutter entschieden

Manchmal müssen wir als Männer in Verantwortung Entscheidungen treffen, auch wenn sie sich nicht gut anfühlen.
Männer Podcast: Ich habe gegen den Willen meiner Mutter entschieden

In einer sehr persönlichen Solo-Folge spreche ich über eine der schwersten Entscheidungen meines Lebens: die Verlegung meiner 91-jährigen Mutter in ein Pflegeheim. Gegen ihren ausdrücklichen Willen.

Eine Entscheidung, die mich als Sohn an meine Grenzen gebracht hat. Zwischen Verantwortung und schlechtem Gewissen. Zwischen Klarheit im Kopf und Unruhe im Herzen.

Viele Männer in Führungsrollen kennen dieses Spannungsfeld. Wir treffen täglich Entscheidungen. Im Business mit Fakten innerhalb der Struktur. Doch im Privaten geht es tiefer und ist oft schmerzhafter.

In dieser Folge geht es um die Frage, warum Entscheidungen sich nicht immer gut anfühlen müssen, um richtig zu sein. Es geht um innere Wahrheit, um Schuldgefühle und darum, wie sich persönliche Konflikte in reife Führung verwandeln lassen.

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Transkript der Folge: 

00:00:00

Ich hab meine Mutter gegen ihren Willen und um ehrlich zu sein, auch über ihren Kopf hinweg aus ihrem Haus heraus, aus meinem Elternhaus heraus in einem Pflegeheim verlegen lassen.

00:00:14

Ich bin mir sicher, es ist zu ihrem Besten und es ist die richtige Entscheidung und trotzdem bin ich innerlich zerrissen und hab ziemlich Schuldgefühle.

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Wie es mir dabei ergangen ist, wie ich damit umgegangen bin, darum geht es heute in dieser Folge.

00:00:36

Herzlich willkommen zu meinem Podcast ‚Männer in Balance‘.

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Ich bin Heiko van Eckert, ich bin Unternehmer, ich bin Berater, ich bin Autor, ich bin Führungskräftecoach, ich bin Ehemann, Vater und heute bin ich vor allem auch Sohn.

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In dieser Folge geht es um Verantwortung und es geht um Schuldgefühle im Zusammenhang mit Verantwortung.

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und was denn alles so passiert, wenn alte Mutter-Sohn-Themen wieder hochgespült werden in einer neuen Lebensphase.

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Also, es geht um eine neue Lebensphase für meine Mutter, aber auch um eine neue Lebensphase für mich dadurch.

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Und da gab es einige emotionale Wallungen und darum soll es heute gehen.

00:01:26

Das Interview mit Chris Lorenz, das ich in der letzten Sendung angekündigt hab, wird dann in 2 Wochen kommen.

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Ich

00:01:32

Ich wollt das Thema heute hier reinschieben, weil es mich gerade berührt und mir gerade wichtig ist und ich es gerne mit euch teilen wollte.

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Ich glaub, dass es ja nicht nur mir so geht.

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Ich bin nicht der einzige Mann, der diese Gefühle hat, nicht genug getan zu haben.

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Ich weiß, vielen Männern geht es so wie mir, dass wir irgendwie das Gefühl haben, nicht genug getan zu haben oder nie genug getan zu haben

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Und ich weiß, viele Männer, gerade Mitte 40 und älter, haben alternde Eltern, bei denen es dann um Pflege geht, bei denen es um Verantwortung geht und wo es dann immer schnell auch um Schuldgefühle geht, tu ich genug.

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Gerade Pflege und Demenz triggern natürlich so alte Themen und ich will heute nicht klagen, versprochen, ich will reflektieren, weil ich glaube, weil ich hoffe, dass es auch für euch eine Relevanz hat.

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Paar Fakten, meine Mutter ist 91 Jahre alt, mein Vater ist vor achteinhalb Jahren gestorben und meine Mutter war bis Dezember alleine zu Hause, hat ihren Haushalt geführt, hat gekocht.

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Es ging ihr körperlich OK, so dass sie zwischen Schlafzimmer, Wohnzimmer, Esszimmer und Küche da noch gut hin und herkommen konnte.

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Natürlich kam ein Pflegedienst für ihre Medikamente und für die Körperpflege und so was, aber den Rest hat sie alleine gemacht, jeden Tag.

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Dazu kommt, dass meine Mutter in Würzburg lebt, also da, wo ich aufgewachsen bin, in meinem Elternhaus, das ist gut 300 Kilometer entfernt und meine Schwester lebt in Portugal, das ist also noch weiter weg, so dass der Kontakt zwischen mir und meiner Mutter sehr lose und sehr wenig war in den letzten Jahren.

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Dazu kommt, die Beziehung war auch echt schwierig,

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Nur ganz kurz, meine Mutter verweigert mir die Auskunft über meinen leiblichen Vater und das hat unser Verhältnis natürlich belastet.

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Inzwischen ist mir klar, diese Frage bleibt unbeantwortet.

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Ich hab auch meinen Frieden damit gemacht, das ist OK für mich, ich kann und werde damit gut leben und ich hab wie gesagt meinen Frieden damit gemacht und auch ihr verziehen, dass sie es mir nicht sagt.

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Und seitdem ich das gemacht hab, kann ich wieder liebevoll und auch fürsorglich mit ihr umgehen.

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Und das ist im Moment jetzt eben gerade eine besondere Relevanz, weil Anfang Dezember musste meine Mutter ins Krankenhaus und in den Gesprächen mit dem Arzt war dann sehr schnell klar, er hat gesagt, er entlässt sie nicht mehr alleine nach Hause.

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das Eis hat körperliche Gründe, aber es hat vor allem auch geistige Gründe, sozusagen, weil ihre Demenz inzwischen doch so stark ist, dass sie, dass er Angst hat, dass das nicht mehr funktioniert.

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Also gab es irgendwie 3 Aufgaben, 3 Fragen.

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Erstens, stecken wir sie jetzt in einem Pflegeheim gegen ihren erklärten Willen?

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Zweite Frage in Würzburg, wo sie zu Hause ist und ihr ganzen Leben lang, ihre ganzen 91 Jahre lang, nie rauskam.

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und auch nicht raus wollte.

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Oder holen wir sie besser nach München, weil sie dann in meiner in unserer Nähe ist?

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Und das dritte, die dritte Herausforderung war, wir brauchen einen Platz in einem Pflegeheim binnen 2 Wochen, um eine Zwischenlösung, solange konnte sie noch im Krankenhaus bleiben, aber länger ging das nicht mehr und eine Zwischenlösung, also noch mal ein Ortswechsel mehr, das wollten wir unbedingt vermeiden.

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Und wirklich, die Good News,

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danke ans Leben, das mein ich ganz, ganz ernst, das hat geklappt.

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Meine Mutter ist am 23.12.

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ins Pflegeheim nach München verlegt worden.

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Wir haben sie auf dieser Reise begleitet, aber meine Mutter ist im Heim, das was sie nie wollte.

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Und dazu kommt, und da hab ich echt ein schlechtes Gewissen, ich

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konnte ihr nicht ermöglichen, sich irgendwie würdevoll von ihrem Zuhause, in dem sie ja jetzt doch fast 40 Jahre gelebt hat, über 40 Jahre gelebt hat, sich würdig zu verabschieden.

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Das konnt ich ihr leider nicht ermöglichen und da hab ich echt ein schlechtes Gewissen, aber es ging nicht.

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Und meine Schwester und ich, wir haben uns die Entscheidung wirklich nicht einfach gemacht, das könnt ihr mir glauben.

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Und

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wir haben diese Entscheidung dann trotz der äußeren Widerstände meiner Mutter und der inneren Widerstände, diesem schlechten Gewissen über ihren Kopf hinweg, das anders zu entscheiden, haben wir diese Entscheidung getroffen und sie eben in das Pflegeheim hier nach München verlegen lassen.

00:06:32

Ich bin mir sicher, es ist zu ihrem Besten und es ist zu ihrem Wohlergehen und

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und doch ist es gegen ihren erklärten Willen und das macht was mit mir.

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Ja, weil es einfach, sie ist eine erwachsene Frau, sie hat 91 Jahre lang ihr Leben gemanagt und jetzt wird über ihren Kopf und gegen ihren Willen entschieden, wo sie leben soll, die nächsten hoffentlich noch Jahre.

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Und ich hab

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wirklich da lange und viel mit mir gekämpft und gerungen und ich hab viel gelernt.

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Ich hab gelernt, dass es keine innere Einigkeit braucht, um richtig zu handeln.

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Ja, also es braucht nicht dieses gute Gefühl für eine richtige Entscheidung.

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Ja, sondern ich hab gelernt, dass es irgendwie OK ist, zerrissen zu sein und trotzdem zu handeln und das finde ich gerade

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auch wenn es jetzt ein weiter Bogen ist, aber ich finde es gerade für Führungskräfte ein ganz heißes Thema, ja zu sagen, OK, gut, ich bin zerrissen, ich weiß nicht, ob das richtig ist oder falsch ist, aber ich treffe diese Entscheidung, damit wir als Firma, als Abteilung, als Einheit hier ins Handeln kommen.

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Und ich hab

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nachdem ich diese Entscheidung getroffen hab, Schuldgefühle, weil ich das Gefühl hab, ich hab es über den Kopf meiner Mutter und gegen den Willen meiner Mutter gemacht und das ist ja auch richtig und das ist eine richtige Entscheidung und ich hab Schuldgefühle und ich hab gelernt, das ist OK, die Schuld darf da sein, ja, und die will gefühlt werden, die will wahrgenommen werden, aber sie darf da sein und es war trotzdem

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die richtige Entscheidung und wie oft grämen wir uns im richtigen Leben auch.

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Ja, du triffst eine Entscheidung und dann bist du nicht happy damit, dann triffst du sie noch mal neu und bist auch nicht happy mit und am Ende war es in der Situation so, es gab keine Entscheidung, die alles irgendwie befriedet und unter einen Dach, unter einen Kopf und gebracht hätte.

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Ja, und

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ich hab gelernt, ich kann innere Klarheit haben ohne innere Harmonie und das ist was total Spannendes, weil oft liest man ja und wie oft hab ich da selber auch erzählt, hey, du musst ein gutes Gefühl haben und dann ist es die richtige Entscheidung und bevor du entscheidest, hör auf dein Gefühl und überleg dir, was richtig ist und und und und ich hab hier gelernt, dass ich eine richtige Entscheidung treffen kann ohne ein gutes Gefühl.

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Und dass beides da sein kann, ja, ohne innere Harmonie Klarheit zu haben für die Entscheidung.

00:09:36

Jetzt ist sie also umgezogen im Dezember und das Spannende ist, es ist noch nicht zu Ende.

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Also mein schlechtes Gewissen ist noch nicht zu Ende.

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Im Gegenteil, das fängt jetzt erst irgendwie richtig an.

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Also meine Frau, mein Sohn und ich, wir sind zu dritt hier in München aus ihrem Umfeld.

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Wir haben sie schon paar Mal zu uns geholt nach Hause.

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Wir besuchen sie so wirklich jeden zweiten Tag

00:10:03

und trotzdem frag ich mich, ist es genug, könnte ich nicht noch mehr tun?

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Also jetzt war gestern Feiertag und ich hab es nicht geschafft, sie da zu besuchen, weil weil viel zu tun war und da hab ich genau gemerkt, dass ich irgendwie ein schlechtes Gewissen hatte.

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Also ich war die 2 Tage davor, den Tag davor und den Tag davor da, insofern war das voll O.

00:10:23

K., da nicht hinzugehen, aber ich hab trotzdem gemerkt, Mensch, Heiko, Feiertag, hättest du ja mal.

00:10:28

Ja, und

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ist immer so die Frage, könnt ich nicht noch mehr tun und vielleicht kennst du das auch, vielleicht kennst du das auch, dieses Gefühl, es ist irgendwie nie genug, es könnte immer noch mehr sein und meine Mutter möchte natürlich mehr, ne, die hätte natürlich, es ist am liebsten, wenn wir jeden Tag vorbeikommen, wenn wir jeden Tag alle 3 vorbeikommen

00:10:55

Und ich bin ehrlich, ich sehe in manchen Situationen ihre Not in dieser neuen Umgebung, in dieser fremden Umgebung, in diesem Alleinsein, in diesem Nicht-Klarkommen.

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Und ich würd ihr gerne helfen und ich weiß aber auch, meine Ressourcen sind begrenzt.

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Ich kann nicht jeden Tag da sein und ich kann nicht immerzu da sein.

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Ich hab auch mein Leben und auf der anderen Seite will ich natürlich mehr.

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Ja, solange sie sich

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solange sie es noch realisiert, solange sie mich noch erkennt.

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Wer weiß, irgendwann sind diese Momente vorbei und dann ist es vorbei mit dem Kontakt, auch schade.

00:11:33

Und in dieser Zerrissenheit beweg ich mich gerade und ich tu, was ich kann und ich hab Schuldgefühle und das ist OK und das ist das Spannende, beides darf da sein und wenn es sein soll, sogar gleichzeitig.

00:11:54

und diese Ambivalenz in einem Moment im Hier und Jetzt wahrzunehmen, das ist total spannend und das erleichtert mich, das hilft mir damit in in Frieden zu kommen und zu sagen, Heiko, das ist OK, es ist OK, beides darf da sein, ich tu, was ich kann und

00:12:21

ich hab Schuldgefühle.

00:12:24

Und frage an dich als Zuhörer, wie geht es dir denn damit, wenn ich das erzähle?

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Wie geht es dir im Umgang mit deinen vielleicht älteren, vielleicht pflegebedürftigen Eltern?

00:12:39

Was ist deine Meinung zu dem Thema?

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Ich freu mich über Kommentare unter dem Video, bin gespannt, wie deine Erfahrungen mit diesem Thema sind.

00:12:51

Was hab ich gelernt?

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Schuldgefühle sind Hinweise, nicht Handlungsanweisungen.

00:13:00

Ich muss nicht jedem Gefühl nachgehen und ich muss auch nicht diesem Schuldgefühl nachgeben, sondern ich kann immer noch abwägen und verantwortlich handeln, verantwortlich für meine Mutter, aber auch verantwortlich für mich.

00:13:15

Denn Verantwortung übernehmen heißt nicht Selbstaufgabe,

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Verantwortung für andere übernehmen heißt nicht Selbstaufgabe.

00:13:23

Verantwortung in der Firma übernehmen heißt nicht Selbstaufgabe, sondern es geht immer darum, dass ich Verantwortung auch für mich selbst übernehme.

00:13:36

Und ich hab gelernt, die richtige Entscheidung muss sich nicht gut anfühlen.

00:13:41

Und das ist was, da hätt ich noch vor 4 Wochen was ganz anderes behauptet.

00:13:46

Ja,

00:13:49

Aber es ist total spannend, es ist die richtige Entscheidung, ich hab kein gutes Gefühl und es ist trotzdem die richtige Entscheidung und beides darf da sein.

00:13:57

Spannend und wenn du vor ähnlichen Situationen stehst, sei es mit deinen Eltern, mit deiner Familie, sei es aber auch in der Firma, überleg dir genau, was liegt in deiner Verantwortung und was liegt nicht in deiner Verantwortung,

00:14:16

Wo sind die Grenzen dessen, was du tun kannst?

00:14:21

Wo sind die Grenzen dessen, was du tun kannst, so dass es dir selbst noch gut geht?

00:14:27

Und welches Gefühl will gerade gefühlt werden?

00:14:32

Und ihr wisst ja, Gefühle wollen gefühlt werden.

00:14:35

Ihr sollt nichts damit anfangen, ihr sollt nichts dagegen tun, ihr sollt nichts damit machen.

00:14:40

Gefühle wollen gefühlt werden, sonst nichts.

00:14:43

Also geht es drum, diese Schuld,

00:14:45

dieses Nichtgenugsein, die Scham, was auch immer dahinter steckt, zu fühlen, es zu akzeptieren, es da sein zu lassen und dann aus dieser Mitte heraus die richtige Entscheidung zu treffen und zu handeln.

00:15:01

Das heißt, Verantwortung zu übernehmen, Verantwortung für mich und für andere und in Balance diese Verantwortung zu übernehmen, darum geht es.

00:15:11

Vielen Dank fürs Zuhören.

00:15:14

Ich

00:15:14

wollt es gerne mit euch teilen, weil es mich im Moment und die letzten Wochen wirklich sehr, sehr viel beschäftigt hat.

00:15:22

Wenn euch diese persönliche Geschichte gefallen hat, dann freu ich mich natürlich, wenn ihr es liked, wenn ihr es kommentiert, wenn ihr 5 Sterne vergebt, wenn ihr mich weiterempfehlt, wenn ihr gut über diesen Podcast redet.

00:15:35

Du hilfst mir sehr, diesen Podcast bekannter und breiter zu machen.

00:15:39

Vielen Dank dafür.

00:15:41

Ja, zusammenfassend,

00:15:45

Innere Klarheit ist wichtiger als äußere Zustimmung, hab ich mir hier aufgeschrieben und das ist das, was ich meine, diese Ambivalenz auszuhalten, sie da sein zu lassen und gegen den äußeren Widerstand dann die richtige Entscheidung zu treffen.

00:16:03

Das ist wahre Verantwortung, wahre Verantwortung auch für den anderen, wahre Verantwortung für mich.

00:16:10

Und

00:16:11

diese Ambivalenz ist kein Zeichen von Schwäche, sondern im Gegenteil.

00:16:16

Und ich finde wichtiger denn je, gerade in Zeiten wie diesen, wo ja ständig alles nur noch als richtig und falsch, gut und böse, schwarz und weiß dargestellt wird und weil es einfach Klicks und Aufmerksamkeit generiert.

00:16:28

Ja, im richtigen Leben gibt es immer beide Pole.

00:16:33

Ja, es gibt immer Yin Yang.

00:16:35

Ja, es gibt immer keinen Tag ohne Nacht, kein Hell ohne Dunkel, kein Laut ohne Leise.

00:16:42

Hannah Arendt hat mal gesagt, und es ist auch das Motto eines bekannten Podcasts hier in Deutschland: ‚Wahrheit gibt es nur zu zweien.‘ Und ich finde, das ist ganz wichtiges Learning für mich, erlebt zu haben, dass es beides gibt.

00:16:59

Ich tue, was ich kann und ich habe Schuldgefühle und beides darf da sein und beides ist die Wahrheit.

00:17:09

und das auszuhalten, ist mir schwer gefallen, aber es zu erkennen hat mir gut getan.

00:17:17

Denn Nähe und die Nähe zu meiner Mutter kann alte Konflikte beruhigen, ohne dass wir sie vorher lösen müssen.

00:17:26

Das ist der spannende Aspekt daran.

00:17:28

Ja, also wenn man diese Verstimmung zwischen mir und meiner Mutter betrachtet, die Nähe beruhigt diesen Konflikt, er ist nicht gelöst, aber er ist beruhigt.

00:17:39

und eine gute Freundin hat mir in dieser Diskussionszeit da vor Weihnachten einen wunderschönen Satz mitgegeben, ja, im Bezug auf unsere alten Eltern.

00:17:51

Es geht heute nicht mehr darum, was unsere Eltern für uns sind, sondern es geht jetzt in dieser Lebensphase darum, was wir für sie sein können.

00:18:02

Und vielleicht geht es im Leben ja gar nicht darum, innere Widersprüche immer aufzulösen,

00:18:08

sondern darum, sie auszuhalten und zu fühlen und zu uns zu nehmen.

00:18:17

Ja, und trotz oder vielleicht deswegen verantwortlich zu handeln und Verantwortung zu übernehmen für mich und für meine Umwelt, in diesem Fall für meine Mutter.

00:18:32

Wir hören uns dann wieder in 2 Wochen,

00:18:35

Dann, wie gesagt, mit dem bereits angekündigten besonderen Gast, Chris Lorenz, wird bei mir sein, ein ganz feiner Mensch, den ich sehr schätze und wir werden sprechen über seinen Weg als Lehrer von der Technoszene über die Psychologie bis zum Schamanismus und darüber hinaus.

00:18:54

Ich verspreche euch, es wird eine super spannende Folge werden und ich freue mich, wenn wir uns in 2 Wochen wiedersehen.

00:19:05

Kommt gut durch die Zeit.

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